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In eigener Sache

Liebe Leserinnen und Leser,

liebe Fans des Alexis,

 

dieses Jahr ist anders als sonst. Hätten wir uns Silvester träumen lassen, dass ein Museumsbesuch ab dem Frühjahr nur mit Gesichtsmaske, aber ohne Gedränge möglich sein würde? Hätten wir es für möglich gehalten, auf Theater- und Konzertbesuche auf lange Sicht verzichten zu müssen, weil gefährliche Aerosole ein winziges, aber todbringendes Virus übertragen?

Volksfeste, Flohmärkte, Mitgliederversammlungen - alles wurde abgesagt oder verschoben.

Ich bin skeptisch, was die Durchführung von Weihnachtsmärkten angeht. Auch Lesungen werden in diesem besonderen Jahr - und auch danach - nicht oder nur unter besonderen Bedingungen möglich sein. Nichts wird wieder so sein wie früher. Es gibt kein "Leben nach Corona", sondern nur ein "Leben mit Corona".

Ich habe für dieses Jahr bis auf die Teilnahme an LoLiTa (so die Buchmesse in Lohmar stattfinden sollte) noch keine Lesungen geplant. Anfragen gab und gibt es, aber ich halte mich bedeckt, im wahren Wortsinn: Ich möchte nicht mit einer Mund-Nasenbedeckung meine Texte vorlesen und auch nicht meinem Publikum zumuten, mir damit zu lauschen.

Ich möchte nicht das Lachen meiner Gäste durch die Membran hören.

Und Mimik ist mehr als bloßer Augenkontakt!

Daher überlege ich, in diesem Jahr weitgehend auf Lesungen zu verzichten und stattdessen Lesestoff zu produzieren. Ich denke, Sie werden es mir nachsehen ...

 

Herzlichst Ihre

 

Claudia Knöfel